Fensterlüftung und Luftqualität

Fensterlüftung ist relativ schwer zu dosieren und erfordert von den Nutzern besondere Aufmerksamkeit, damit sämtliche Räume möglichst energiesparend mit ausreichend Frischluft versorgt werden.

 

Wird zu lange und zu viel gelüftet, entstehen vermeidbare Energieverluste, Bauteile und Einrichtungsgegenstände kühlen aus und es besteht die Gefahr von Bauschäden und Schimmelpilzbefall z.B. an kalten Fensterlaibungen. Wird zu wenig gelüftet, verschlechtert sich die Raumluftqualität durch menschliche Ausdünstungen und unangenehme Gerüche sowie Schadstoffe aus der Bausubstanz bzw. der Innenausstattung. Die Luftfeuchtigkeit steigt an und kann zu Bauschäden führen.

 

 

 

Abbildung: Lüftungszeiten abhängig von der Lüftungsart

 

 

Vor- und Nachteile:

+Keine zusätzlichen Investitionskosten

- Hohe Energieverluste

- Schimmel in den Wohnungen

- Wer lüftet bei Abwesenheit? (Gerüche, Feuchtigkeit,..)

- Wer steht alle 2 Stunden auf und lüftet im Schlafzimmer?

  (gekippte Fenster sind Energieverschwendung)

- Schließen der Fenster kann vergessen werden- Luft kommt ungefiltert herein

  (z.B. von der Straßenseite)

- Zeitaufwand für Nutzer

- Man erreicht nur Gebäudekategorie B

 

Resümee:
Nicht mehr zeitgemäß – einmal zu viel und ein andermal zu wenig ist das Dilemma der Fensterlüftung. Sinnvoll ist der Einsatz von mechanischen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (Komfortlüftung). Diese zusätzliche Haustechnik entbindet die Nutzer von der aufwändigen Lüftungsarbeit und garantiert automatisch eine gleichbleibend gute Luftqualität bei minimalen Energieverlusten.



Letzte Änderung: 27.05.2014

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