SARS-CoV-2 und Lüftung

 

Seit Beginn der Corona-Pandemie steht die Art und Weise, wie sich SARS-CoV-2-Viren übertragen im Fokus der Wissenschaft.

 

Aufgrund ständig wachsender Erkenntnisse hat das Robert-Koch-Institut als „Hauptübertragungsweg [..] die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel [ausgemacht], die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen.

 

Je nach Partikelgröße unterscheidet man zwischen Tröpfchen (größer als 5 Mikrometer) und Aerosolen (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne, kleiner als 5 Mikrometer) [..]. Während insbesondere größere respiratorische Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können Aerosole auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen.“ [1]

 

Je besser ein Raum belüftet wird, umso geringer ist die Aerosolbelastung. Eine Komfortlüftung, die ja immer mit 100 % Frischluft und nie mit Umluft betrieben wird, kann daher einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Ansteckungen in Innenräumen liefern.

 

Komfortlüftungen arbeiten mit 100% Außen- bzw. Frischluft,  sodass auch bei Anlagen im Mehrfamilienhaus keinerlei Gefahr der Übertragung von Wohnung zu Wohnung besteht.

 

Die Pandemie zeigt auch deutlich auf, dass in Schulen eine reine Fensterlüftung - nicht nur in Pandemiezeiten -  nicht praktikabel ist. Denn die Luftqualität ist auch unter normalen Bedingungen nach spätetens 20 Minuten nicht mehr fürs lernen zuträglich. Umluftwäscher können die Virenbelastung in einer Klasse zwar reduzieren, sie liefern aber keine Frischluft und sind daher nur eine Notlösung für Pandemiezeiten. Spezielle raumweise Klassenzimmer-Komfortlüftungsgeräte mit 100% Frischluft und Wärmerückgewinnung können auch nachträglich relativ einfach nachgerüstet werden. Bei Neubauten und größeren Sanierungen wird der Einbau von zentralen Anlagen empfohlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1] www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html (Abruf 17.8.2020);

 

Primärquellen:

[1]  Haslbeck K, Schwarz K, Hohlfeld J, Seume J, Koch W. Submicron droplet formation in the human lung. Journal of aerosol science. 2010;41:429-38;

[2] Ji Y, Qian H, Ye J, Zheng X. The impact of ambient humidity on the evaporation and dispersion of exhaled breathing droplets: A numerical investigation. Journal of aerosol science. 2018;115:164-72.



Letzte Änderung: 16.02.2021

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