Außenluftfilter

Bei Großgeräten kommen fast ausschließlich Taschenfilter zum Einsatz. Pliseefilter sind teurer und werden daher meist nur bei beengten Platzverhältnissen eingesetzt.

 


Filterqualität:

 

F7 Filter nach EN 779 sind seit der ÖNORM H 6038:2014 bei der Außenluft Pflicht. Zu beachten ist jedoch, dass diese nach der neuen Prüfvorschrift der EN 779:2012 geprüft sind, da hier die Anforderungen gegenüber der alten Ausgabe verschärft wurden.

 

Die Luftfilter waren laut ÖNORM EN 799:2002 je nach Abscheidegrad in Grobstaubfilter (G 1-4) und Feinstaubfilter (F 5-9) unterteilt. In der neuen EN 779:2012 wurde diese Einteilung etwas geändert und die Filter F5 und F6 in M5 und M6 umbenannt. Sonderfilter, die im Wohnbereich an sich nicht eingesetzt werden sind HEPA-, Gas- und Elektrofilter. Unter Hepa Filtern versteht man Filter der Klasse H10  bis H14. Unter Gasfiltern versteht man Filter, welche gasförmige Stoffe (z.B. Gerüche) absorbieren können (z.B. Aktivkohlefilter). Elektrofilter reinigen die Luft aufgrund des elektrostatischen Prinzips.

 

Die Abscheidegrade der Filterklassen nach EN 779:2012 für einzelne Partikelarten sind in der nachfolgenden Tabelle enthalten (M6 noch als F6 bezeichnet).

 

 

Filtermnaterialien

 

Die Diskussion um die Filtermaterialien (Glasfaser oder rein synthetische Filter) wird teils sehr kontroversiell geführt. Grundsätzlich lassen sich mit beiden Materialien die gewünschten Filterwirkungen erzielen. Bei synthetischen Filtern wird die Filterwirkung teils durch elektrostatische Aufladung erreicht die auch abfallen kann und die Filterwirkung reduziert. Dieses teils plötzliche Abfallen der Filterwirkung kommt bei Glasfaserfiltern nicht vor, da die Filterwirkung nicht auf statischer Aufladung beruht. 

 

Glasfaserfilter erreichen derzeit durchwegs bessere Filterwirkungen und Standzeiten bzw. haben eine höhere Energieeffizienz als synthetische Filter.

 

Filter der Klasse A+

 

Taschenfilter deren Taschen als Plisseefilter ausgeführt sind erreichen auch die Energieeffizienzklasse A+.

Taschenfilter mit Taschen in Plisseeausfürhugn (Quelle: Camfil)

 

 

Filterlage - Taschenfilter

 

Für die Hygiene bei Filterns sind auch die Filterlage und die Filterstabilität von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich sollten die Filter entweder hängend oder stehend eingebaut werden. Wobei bei stehenden Filtern darauf geachtet werden sollte, dass diese eigenstabil sind. Bei liegenden Taschenfiltern erhöht sich einerseits der Druckverlust andererseits kommen die Taschen teils mit dem Gehäuseboden und damit eventuell Kondensat in Berührung.

 

Richtige Einbaulage von Taschenfiltern – stehend und nicht liegend (Quelle: Camfil)

 

 

Geringer Druckverlust

 

Ein Druckverlust unter 40 Pa von reinen Filtern lässt sich nur mit Lüftungsgeräten der Geschwindigkeitsklasse V2 oder V1 bzw. mit hochwertigen Taschen- bzw. Plisseefiltern erreichen. Enddruck maximal 120 Pa.

  • Beachten sie bei Filtern auch die Energieeffizienzklassen nach Eurovent und wählen sie nur Filter der Klasse A und A+
  • Taschenfilter sind normalerweise kostengünstiger.
  • Nur hängende Taschen bzw. eigensteife, stehende Taschenfilter einsetzen.

 

 

Schutz vor Durchfeuchtung

 

Zum Schutz vor Durchfeuchtung sollte die Luft beim Filter im Winter um ca. 1 – 2° C über der Außentemperatur liegen.


 

Wirtschafltichkeit

Die Filterkosten setzen sich aus den Kosten für den Filtern selbst, den Wechsel und Entsorgungskosten sowie den Stromkosten für die Überwindung des Druckverlustes zusammen. Den größten Kostenanteil haben die Stromkosten, weshalb es sich auszahlt jeweils die Filter mit der höchsten Energieffizienz. A+ einzusetzen.

 

Beispiel für Kostenvergleich bei einer Großanlage - Filtervergleich - der teuerste Filter ist Gesamtwirtschaftlich die günstigste Lösung

 

 

 

 

 



Letzte Änderung: 27.09.2015

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