Schalldämpfer

Bei fachgerechter Ausführung wird eine Komfortlüftung nicht als störend wahrgenommen. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung eines bewerteten Schallpegels von 25 Dezibel*. Dies entspricht der Mindestanforderung der ÖNORM. ExpertInnen empfehlen für Schlafräume einen Pegel unter 23 Dezibel.

 

Großzügig dimensionierte Luftleitungen, geeignete Durchlässe (Ventile) und der Einbau von Schalldämpfern sichern einen leisen Betrieb der Komfortlüftung. So sorgt ein Geräteschalldämpfer im oder nach dem Zentralgerät dafür, dass die Betriebsgeräusche nicht in den Wohnbereich dringen. Sind zwei Räume mit einer gemeinsamen Luftleitung verbunden, muss zur Verhinderung einer Schallübertragung zwischen den Räumen ein Telefonie-Schalldämpfer eingebaut werden.

 

Arten von Schalldämpfern

Schalldämpfer gibt es als Rohr- und als Kulissenschalldämpfer. Rohrschalldämpfer gibt es in starrer und flexibler Ausführung. Die Schalldämpfung ist bei beiden abhängig von der Länge und der Dickte der Schalldämmpackung. Kulissen- bzw. Umlenkschalldämpfer haben vor allem im tiefen Frequenzbereich, dem kritischen Bereich der meisten Lüftungsgeräte, eine deutlich höhere Schalldämpfung. Kulissenschalldämpfer können zudem auf spezielle Frequenzbereiche bzw. Geräte optimiert werden. Welcher der beiden Typen zum Einsatz kommt, muss jeweils vom Fachmann entschieden werden.  

 

Abbildung: Rundrohrschalldämpfer (Quelle: Pichler Luft)

 

Abbildung: Kulissen- bzw. Umlenkschalldämpfer (Quelle: Pichler Luft)

 

Wichtige Punkte beim Schalldämpfer:

  • Schalldämpfer sollten speziell auf das Lüftungsgerät abgestimmt oder im Gerät integriert sein
  • Schalldämpfer sind nicht reinigbar und müssen daher austauschbar sein
  • Bei Sternverrohrungen werden meist keine Telefonieschalldämpfer benötigt (aufgrund längerer Leitungen bzw. Dämpfung in der Verteilbox)
  • Schalldämpfer sollten mineralfaserfrei sein

 

* Genaugenommen 25 dB(A) d.h. nach der Kurve A bewertet



Letzte Änderung: 05.03.2014

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