Quell- bzw. Induktionslüftung

Für Komfortlüftungen sind grundsätzlich Quell- und Induktionslüftung gleichermaßen anwendbar. Luftheizungen im Passivhaus werden immer als Induktionslüftung ausgeführt, da aufgrund der warmen Zuluft (bis 52° C) das Quellluftprinzip nicht in der gewünschten Weise funktioniert.

 

Quelllüftung

Bei der Quelllüftung strömt die Frischluft von den Luftauslässen in Bodennähe in den Raum, wandert dann langsam nach oben und wird über Überströmöffnungen in Deckennähe in den Gang geführt. Der Vorteil der Quelllüftung liegt in der etwas besseren Raumdurchströmung. Die Quelllüftung erfordert allerdings meist eine aufwändigere Verrohrung. Für Gebäude mit Luftheizung ist eine Quelllüftung nicht geeignet, da die warme Luft sofort nach oben strömen würde.

 

 

 Vorteile Quellluftsysteme

+ Theoretisch bessere Schadstoffabfuhr als bei Induktionslüftung (Mischlüftung)

+ Bei gleicher Schadstoffbelastung in Kopfhöhe kann theoretisch mit etwas geringeren Luftmengen gearbeitet werden

 

Induktionslüftung

Dabei wird die Luft in Deckennähe in den Raum eingebracht, mit der Raumluft durchmischt und am Boden über den Türspalt ("Schleiftür") zum Gang geführt. Durch die Verwendung von verschiedenen Luftauslässen (Ventilen) bzw. durch die Variation der Anbringung von Überströmöffnungen lassen sich unterschiedliche Raumdurchströmungen erzielen.

 

 

Vorteile Induktionssysteme

+ Keine Gefahr eines kühlen Frischluftsees bei zu geringen Zulufttemperaturen

+ Geringerer Verrohrungsaufwand

+ Für Luftheizung geeignet

 

Resümee

Die praktische Auswahl des Lüftungsprinzips hängt auch von den Raumverhältnissen ab und muss individuell gelöst werden. In der Praxis ergeben sich jedoch keine großen Unterschiede zwischen den beiden Systemen, auch wenn die Quelllüftung das theoretisch bessere Prinzip darstellt.


 



Letzte Änderung: 27.05.2014

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