Kombisysteme mit wassergeführtem System

Kombisysteme vereinen Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung in einem Gerät. Die Wärme für Heizzwecke wird vorwiegend über ein wassergeführtes Wärmeabgabesystem (Fußboden-, Wandheizung, Niedertemperatur-Heizkörper) und nur teilweise über die Luft eingebracht.

 

Die "erweiterten Kombigeräte" nutzen nicht nur die Wärme der Abluft, sondern zusätzlich noch die Wärme der Außenluft oder des Erdreichs. Sie erreichen dadurch höhere Heizleistungen. Es gibt auch Kombigeräte mit der Möglichkeit eine Solaranlage zu integrieren. Gegenüber Kombigeräten mit reiner Luftheizung, die aufgrund der beschränkten Heizleistung nur im Passivhaus einsetzbar sind, beseitigt ein Kombisystem mit wassergeführter Wärmeabgabe den gravierendsten Nachteil der Luftheizung: die Koppelung von Luftmenge und Heizleistung. Durch das wassergeführte System kann in jedem Raum die individuell gewünschte Temperatur eingestelltt werden.

 

Abbildung: Kombigerät für Lüftung und Heizung mit Wasserverteilsystem

 

Die Mehrkosten für ein Kombigerät mit einem kleinen wassergeführtem System gegenüber einem Kombigerät mit reiner Luftheizung halten sich in Grenzen. Der höhere Komfort und der höhere Verkaufspreis des Hauses sprechen auf alle Fälle auch beim Passivhaus für die etwas höheren Investitionskosten in ein System, mit einem kleinen zusätzlichen wassergeführten Verteilsystem.



Letzte Änderung: 05.03.2014

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