Staub

Hausstaub ist eine Mischung unterschiedlichster Stoffe. Ob eine nennenswerte Schadstoffbelastung oder erhöhte Allergenkonzentrationen bestehen, zeigt in den meisten Fällen die Hausstaubanalyse. Eine Komfortlüftung verringert mit ihren hochwertigen Filtern die Staubbelastung deutlich.

 

Täglich setzen sich pro Quadratmeter etwa 6 Milligramm partikel- und faserförmiger Hausstaub auf Oberflächen ab. Der Mensch selbst trägt zur Staubbelastung bei – die oberste Hautschicht des Menschen erneuert sich ständig, die abgestorbenen Hautzellen fallen zu Boden und mischen sich dort mit anderen Bestandteilen (z.B. mit den abgefallenen Haaren) zum Hausstaub. Mit den Schuhen werden zusätzlich feinste Staubpartikel in die Wohnung eingetragen. Abrieb und Alterung von Teppichen, Polstermöbeln und anderen Wohnungseinrichtungsgegenständen sind eine weitere Ursache für Stäube in Räumen. Staub kann auch durch das geöffnete Fenster in die Wohnung gelangen. Die von Baustoffen, Möbeln und Raumtextilien abgegebenen mittel- und schwerflüchtigen Schadstoffe werden vor allem am Hausstaub gebunden. Auch in Innenräumen erzeugte Allergene (z.B Hausstaubmilbe, Katzen, Schimmelpilze) treten staubgebunden auf.

 

Gesundheitliche Auswirkungen

Hausstaub spiegelt die Belastung unserer Innenräume mit bestimmten Schadstoffen wider und kann damit in diesem sensiblen Bereich, in dem wir uns etwa 90 % unserer Lebenszeit aufhalten, Hinweise auf gesundheitliche Risiken geben. Bei der Frage, ob ein Innenraum nennenswert mit bestimmten Schadstoffen belastet ist und damit zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann, ist daher in zahlreichen Fällen eine Hausstaubanalyse hilfreich. Die Allergenkonzentration im Hausstaub zeigt auf, ob die Bewohner mit Katzen-, Hausstaubmilben- und Schimmelpilzallergenen belastet sind.

 

Feinstaub und Ultrafeinstaub

Gerade in letzter Zeit stark beachtete Themen sind der Feinstaub und Ultrafeinstaub. Derartige Stäube werden sowohl von außen eingetragen als auch im Innenraumbereich selbst erzeugt. Ergebnisse neuerer Studien zeigen, dass die Fein- und Ultrafeinstaubkonzentration in Innenräumen die Außenluftkonzentration massiv überschreiten kann. Ultrafeinstaub (< 0,1 µm), wird z.B. von Laserdruckern und Kopierern erzeugt. Die Ursache dieser Emissionen ist bei Kondensationsprozessen zu suchen und nicht bei den verwendeten Tonerpartikeln, deren Durchmesser wesentlich größer (1 - 15 µm) ist. Ultrafeinstaub kann auch von Tabakrauch sowie von reaktiven flüchtigen organischen Verbindungen (z.B. Lösungsmittel, Zitrusschalenöl) in Anwesenheit von Ozon durch luftchemische Prozesse neu erzeugt werden.

 

Negative Einflüsse auf die Gesundheit

Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge haben Feinstaub und Aerosolpartikel mit sehr geringen Größen (Ultrafeinstaub unter 0,1 µm) möglicherweise gravierende negative Einflüsse auf die menschliche Gesundheit. Dieser Effekt hängt wahrscheinlich hauptsächlich von der Anzahlkonzentration des vorhandenen Aerosols ab. Es ist im Einzelfall allerdings nur schwer zu beurteilen, ob und inwieweit subjektive Beschwerden und die gemessenen Emissionswerte zusammenhängen. Besonders kleine Partikel tragen entscheidend zur Gesamtanzahlkonzentration bei, während ihr Beitrag zur Gesamtpartikelmasse vernachlässigbar ist.

 

Komfortlüftungen mit hochwertigen Filtern (F7 bzw. ISO ePM1(50%)) verringern die  Feinstaubbelastung von außen deutlich. Bei einem ePM1(50%) zumindest um 50%. Ein regelmäßiger Filterwechsel verhindert, dass Staub aus der Außenluft in das Rohrsystem bzw. in die Wohnung kommt. 

 

 


Abbildung: Feinstaubkonzentration in einem Wohnzimmer



Letzte Änderung: 31.05.2017

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