Warum mechanische Klassenzimmerlüftung?

Mechanische Klassenzimmerlüftungen (mit Wärmerrückgewinnung) sind sowohl aus dem Anspruch einer lerngerechten Umgebung (ausreichende Luftqualität) als auch aus dem Ansatz der Energieeinsparung bei Kindergärten und Schulen unentbehrlich.

Ein direkter Zusammenhang von mechanischen Klassenzimmerlüftungen mit den Ergebnissen der Pisa-Studie (bzw. der größeren Verbreitung von mechanischen Lüftungsanlagen in den nordischen Ländern) lässt sich sicher nur schwer darstellen. Dass gesunde, frische Luft aber eine wesentliche Grundbedingung für einen sehr guten Lernerfolg darstellt, steht außer Zweifel. Zahlreiche Untersuchungen bzw. Messungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz an Schulen ohne Lüftungsanlagen zeigen, dass die Luftqualität meist schon nach rund 15 Minuten drastisch sinkt. Die CO2-Werte in den Klassenzimmern zeigen die mangelnde Luftqualität auf. Sie liegen schon nach wenigen Minuten über 1.000 ppm. Spitzenwerte, die auch deutlich über die maximale Arbeitsplatzkonzentration von 5.000 ppm hinausgehen, sind keine Seltenheit.

Noch wichtiger als im Wohnbereich
Wie bei Wohngebäuden stellt die Lüftungsanlage auch bei Schulen derzeit eine „Zusatzausstattung“ dar, die noch mit vielen Imageproblemen zu kämpfen hat. Letztendlich ist aber aufgrund der Belegungsdichte im Schulbereich eine kontrollierte Lüftung noch wichtiger als im Wohnungsbereich. Auch in Schulen mit durchschnittlichem Dämmstandard sind die Lüftungsverluste normalerweise deutlich höher als die Transmissionsverluste. Ein vermehrtes Augenmerk auf die Lüftungsverluste und deren Reduktion durch Wärmerückgewinnung ist daher auch aus wirtschaftlicher Sicht von besonderer Bedeutung. Klassenzimmerlüftungen sind derzeit in Mitteleuropa noch kein Standard. Die heute verwendeten Lösungen in Österreich leiten sich entweder aus dem Wohnraumlüftungsbereich (dezentrale Lösungen) oder aus dem Bürogebäude- bzw. Seminarraumbereich (zentrale Lösungen) ab. Klassenzimmerlüftungen benötigen jedoch aufgrund ihrer besonderen Nutzung spezielle Adaptionen (Luftführung, Luftmengenregelung, Schalloptimierung uvm.), um ihre Vorteile voll zur Geltung zu bringen.



Letzte Änderung: 02.09.2013

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